Ulrich MüllerWilli KafitzKurt Dehnicke
Abstract Rheniumpentachlorid reagiert in POCl 3 ‐Lösung mit trimerem Thiazylchlorid (NSCl) 3 , unter Bildung der Chlorthionitrenkomplexe [(Cl 3 PO)ReCl 4 (NSCl)] ( I ) bzw.[(Cl 3 PO)ReCl 3 (NSCl) 2 ] ( II ). I reagiert mit AsPh 4 Cl in Dichlormethanlösung unter Abspaltung von Schwefeldichlorid und Phosphorylchlorid zu AsPh 4 [ReNCl 4 ], während II mit AsPh 4 Cl den Komplex AsPh 4 ‐[ReCl 4 (NSCl) 2 ] · CH 2 Cl 2 bildet. Die IR‐Spektren der Verbindungen werden diskutiert und zugeordnet. Die Kristallstruktur von AsPh 4 [ReCl 4 (NSCl) 2 ] · CH 2 Cl 2 wurde mit Hilfe von Röntgenbeugungsdaten ermittelt und verfeinert (R‐Wert 3,1% für 2785 Reflexe). Es kristallisiert triklin in der Raumgruppe PĪ mit zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle und den Gitterkonstanten a = 1119, b = 1144, c = 1473 pm, α = 77,6, β 70,8 und γ 71,2°. Die beiden NSCl‐Liganden sind cis‐ständig an das Rhenium gebunden, mit fast gestreckten ReNS‐Gruppierungen, deren interatomare Abstände als Doppelbindungen aufzufassen sind. Die ReCl‐Abstände sind etwas länger als sonst und lassen keinen trans‐Effekt erkennen; dies kann mit H‐Brückenbindungen Cl…︁HC zusammenhängen.
N. MRONGAUlrich MüllerKurt Dehnicke
Heribert WadleKurt DehnickeDieter Fenske
Ulrich KynastUlrich MüllerKurt Dehnicke
Dieter FenskeN. MRONGAKurt Dehnicke
Elke ConradiRainer BohrerRainer WeberUlrich Müller