Als Sohn eines Arztes tritt F. in die Fußstapfen seines Vaters und studiert, wahrscheinlich in Florenz, neben aristotelischer Philosophie Medizin. Zu seinen Interessen gehören jedoch auch die Schriften des Epikur, Plato und des Neuplatonismus, Augustinus und Thomas von Aquin. 1473 wird er zum Priester geweiht und anschließend Kanoniker an der Kathedrale in Florenz. Viel bedeutender allerdings ist seine Funktion als Haupt der Platonischen Akademie in Florenz, die er der engen Verbundenheit mit der Medici Familie — er war der Lehrer des Lorenzo — zu verdanken hat. Diese stiftet Lorenzos Großvater Cosimo 1459 in Anlehnung an die auf Plato zurückgeführte und von Kaiser Justinian 529 geschlossene Akademie.