Abstract As 2 S 3 , das durch Fällung mit H 2 S aus wäßriger Lösung entstanden ist, enthält neben As III auch Arsen mit kleinerer Oxidationszahl. Wird solches Arsensulfid mit Tetraphenylphosphoniumbromid und Bromwasserstoff in Dibrommethan umgesetzt, so entsteht die Titelverbindung neben anderen Produkten. Höhere Ausbeuten werden bei Einsatz von As 4 S 4 erzielt. Nach der Kristallstrukturanalyse hat das [As 3 Br 2 S 4 CH 2 ] − ‐Ion folgenden Aufbau: in einem bicyclischen Ringsystem ist eine AsAs‐Gruppe gemeinsamer Bestandteil beider Ringe, der eine Ring besteht außerdem aus einer SCH 2 S‐, der andere aus einer SAsS‐Gruppe. An das letztgenannte Arsenatom sind zwei Bromatome gebunden. Die AsAs‐Bindung ist 252,1 pm lang. Kristalldaten: triklin, Raumgruppe P 1 , Z = 2, a = 1143,3, b = 1155,5, c = 1231,9 pm, α = 97,23°, β = 92,89°, γ = 100,37°. Strukturaufklärung mit 2124 beobachteten Röntgenreflexen, R = 5,4%.
Dieter FenskeBernhard CzeskaChristina SchumacherRoland SchmidtKurt Dehnicke
Helmut GoesmannDieter FenskeHans‐Walter SwiderskyKurt Dehnicke
Patrick LaineJ. M. NicovichP. H. Wine