Abstract Verbindungen Rb 3 LnCl 6 · 2 H 2 O (Ln = LaNd) lassen sich feinkristallin aus Eisessig als Lösungsmittel darstellen. Aus wäßriger Lösung lassen sich Einkristalle im Gemisch mit RbCl erhalten. An einem Einkristall von Rb 3 LaCl 6 · 2 H 2 O wurde eine Strukturanalyse durchgeführt: Raumgruppe P6 3 /m. a = 1 220,4(2) pm, c = 1 688,6(3) pm, Z = 6). Als anionische Teilstruktur liegen trimere Einheiten [Ln 3 Cl 12 (H 2 O) 6 ] 3− vor, die entlang der c‐Achse über den Ecken der hexagonalen Elementarzelle gestapelt sind. In der Stapelfolge sind die Einheiten um jeweils 60° zueinander verdreht. Die Koordinationszahl (C. N.) des Ln 3+ ist 8 und setzt sich aus vier verbrückenden und zwei terminalen Chloridionen sowie zwei Wassermolekülen zusammen. Die C.N. der drei Rubidiumionen auf nicht symmetrieäquivalenten Lagen betragen 9, 8(+1) und 6(+6). Die thermische Entwässerung der Verbindungen erfolgt in einem Schritt bei ca. 100°C unter Zerfall in Rb 2 LnCl 5 und RbCl, da die wasserfreien 3:1 Verbindungen Rb 3 LnCl 6 erst ab ca. 400°C stabil sind.
Gerd MeyerE. MANEKArmin Reller
William S. SheldrickB. van der Schaaf