JOURNAL ARTICLE

カント倫理学における「方法の逆説」と人権の問題

善之 御子柴

Year: 2012 Journal:   Kyoto University Research Information Repository (Kyoto University) Vol: 16 Pages: 1-18   Publisher: Kyoto University

Abstract

In meinem Beitrag möchte ich durch Überlegungen zum "Paradoxon der Methode in einer Kritik der praktischen Vernunft" bei Kant (V 62f.) einen philosophischen Begriff von Menschenrechten in der globalisierten Welt, die von keinem Staat abhängig sind, herausarbeiten. Denn Menschenrechte geraten in der globalisierten Welt noch oft an den Staatsgrenzen in eine Krise. Zuerst kann man sich die folgenden drei Aufgaben für das Paradoxon der Methode in der Kritik der praktischen Vernunft vorstellen, d. i. einen obersten Grundsatz der Moral, der ein synthetischer Satz a priori sein soll, festzustellen, das erste Paradoxon der Paradoxa Stoicorum Ciceros, dass nur das, was moralisch edel ist, gut ist, zu kritisieren, und das Paradoxon, das Kant in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten gezeigt hat (IV 439), noch klarer zu formulieren. In einem zweiten Schritt behandle ich das Paradoxon der Methode in Ansehung der Untersuchungen des obersten Prinzips der Moral in der Kritik der praktischen Vernunft, um gegen Rawls' Meinung die Priorität des Guten zum Rechten bei Kant festzustellen. Dabei mache ich auf eine Asymmetrie zwischen dem Guten und dem Bösen, eine Ordnung der moralischen Werte aufmerksam. In einem dritten Schritt wird die Bösartigkeit der menschlichen Natur behandelt, die in der Friedensschrift in Ansehung des Weltbürgerrechts erwähnt und in der Religionsschrift als "das radikale Böse" bezeichnet wird. So soll gezeigt werden, dass Kants Konzeption der völkerrechtlichen Verfassung die untilgbare Bösartigkeit des Menschen voraussetzt. Dies beinhaltet den Beweis für die Priorität des Guten, weil man ohne einen Maßstab zur Bestimmung der moralischen Werte (des Guten oder des Bösen) die menschliche Natur nicht beurteilen kann. In einem vierten Schritt wird eine neue Bürgerschaft in Hinsicht auf Transnationalismus und die Allgemeinheit der Menschenrechte betrachtet und der Begriff "democratic iterations" von Seyla Benhabib in die Diskussion eingeführt. Zum Schluss wird die bedeutende Rolle der reinen praktischen Vernunft, deren Gegenstände das Gute und das Böse sind, für eine Anerkennung der Allgemeinheit der Menschenrechte aufgezeigt.

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Computer science

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