Wird die Brustwand so weit eröffnet, daß Luft zwischen Brustwandinnen- und Lungenoberfläche eindringen kann, so lösen sich die beiden Brustfellblätter, das Rippenfell und das Lungenfell, voneinander. Die Elastizität des Lungengewebes, die das Bestreben hat, die Lunge konzentrisch von der Oberfläche gegen die Lungenwurzel hin zusammenzuziehen, kann in Erscheinung treten. In kurzer Zeit, bei breiter Brustwandbresche schon nach wenigen Atemzügen, ist die Lunge der eröffneten Seite ganz zusammengefallen. Nach vorübergehendem reflektorischem Atemstillstand stellt sich starke Atemnot ein. Alle Atemmuskeln arbeiten unter sichtlicher Anstrengung. Zunehmende Blaufärbung des Gesichts zeigt den wachsenden Sauerstoffmangel, der auch durch starke Beschleunigung der Herztätigkeit nicht behoben werden kann. Unter Umständen tritt rasch der Tod durch Erstickung ein.