1946–1951 Studium der Philosophie und Theologie in Freising und München; 1951 Priesterweihe; 1953 Promotion (Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche); 1957 Habilitation in Fundamentaltheologie (Die Geschichtstheologie des heiligen Bonaventura); 1952–1959 Lehrtätigkeit in Freising; 1959–1963 Professor in Bonn; 1962–1965 theologischer Berater des Kölner Erzbischofs Joseph Kardinal Frings beim Zweiten Vatikanischen Konzil; 1963–1966 Professor in Münster, 1966–1969 in Tübingen; 1969–1977 Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Regensburg (dort auch Vizepräsident der Universität); 1977–1982 Erzbischof der Diözese München und Freising (ab 27. Juni 1977 als Kardinal); 1982–2005 Präfekt der Glaubenskongregation und Präsident der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologenkommission in Rom; 1993 Ernennung zum Kardinal-Bischof, 2002 zum Dekan des Kardinalskollegiums; 2005 Wahl zum 265. Papst der römisch-katholischen Kirche; hat durch seine Teilnahme am Zweiten Vatikanischen Konzil und seine langjährige Tätigkeit in der Glaubenskongregation die römisch-katholische Kirche theologisch und kirchenpolitisch entscheidend geprägt; der federführend von ihm vorbereitete Katechismus der Katholischen Kirche wurde 1992 von Papst Johannes Paul II. approbiert.