ZusammenfassungWie bereits eingangs erwähnt, werden die Theaterstücke im Siglo de Oro zu Beginn und am Ende durch kurze Stücke eingerahmt und in den Pausen zwischen den einzelnen Akten unterbrochen. Die Vielfalt und Bedeutung dieser Gattung vom 15. bis zum 20. Jahrhundert haben Agustín de la Granja und María Luisa Lobato (1999) in ihrem gemeinsamen Band bibliographisch erschlossen. Allen unterschiedlichen Typen von kurzen Stücken sind nach Evangelina Rodríguez Cuadros (1986, 203) folgende Charakteristika gemein: »la risa, la provocación o subversión, con el sustrato común de lo festivo, lo irracional, lo paródico, lo carnavalesco.« (»das Lachen, die Provokation oder Subversion, mit dem gemeinsamen Substrat des Festlichen, Irrationalen, Parodistischen, Karnevalesken«). Gerade Calderóns kurze Stücke scheinen Evangelina Rodríguez Cuadros und Antonio Tordera (1983) in ihrer gemeinsamen Veröffentlichung besonders geeignet, das falsche Vorurteil eines den Ehrenkodex stützenden Calderón zu beseitigen. María Luisa Lobato (1989, XI), die kurze Stücke Calderóns in einer kritischen Ausgabe herausgegeben hat, möchte dagegen nicht von einem subversiven Calderón sprechen, sondern von einer »recreación cómica de algunos aspectos de la realidad«.
Willis Knapp JonesManual Romero de Terreros
Navarro, Epicteto DíazRico, Fernando DoménechVillarroel, Diego Torres de