Als G. P. als Absolvent des Istituto Musicale seiner Heimatstadt Lucca das Konservatorium in Mailand bezog, um bei Antonio Bazzini und Amilcare Ponchielli Komposition zu studieren, befand sich die italienische Oper in einer Situation des Umbruchs, deren Bedeutung erst von der Forschung der vergangenen Jahrzehnte entsprechend gewürdigt wurde. Das Schweigen Verdis nach »Aida« (1871) und die Erfolge von Arrigo Boitos »Mefistofele« in der zweiten Fassung (Bologna 1875) und von Amilcare Ponchiellis »Gioconda« (Mailand 1876) hatten den Eindruck aufkommen lassen, die traditionelle italienische Oper des 19. Jahrhunderts sei an ihr Ende gekommen. Wie die Statistiken der italienischen Opernhäuser um 1880 enthüllen, überwog in diesen Jahren in den Spielplänen die französische Oper, wobei sich die verspätete Rezeption der grands opéras Meyerbeers überlagerte mit dem Erfolg des drame lyrique Gounods und seiner Zeitgenossen.