Die Sprache ihrer philosophischen und poetischen Heimat blieb Deutsch, Französisch war die Sprache des ersten Exils wie später Englisch die ihrer zweiten Staatsbürgerschaft, während sie die Werke ihrer politischen Philosophen im griechischen und lateinischen Original las. Bereits ihre Sprachenvielfalt spiegelt die Privatperson A. — die in Menschen »nur darum zur Politik begabte Wesen« sah, »weil sie mit Sprache begabt sind« — in ihrem Leben und Werk als Exponentin und Medium geistig-gesellschaftlicher Konstellationen und Tendenzen des 20. Jahrhunderts. »Denken war ihre Leidenschaft« (Hans Jonas) auch in dem konkreten Sinne, in den Schriften zur Moralphilosophie, Geschichte, politischen Theorie, Literatur ihre Erfahrungen epochaler Krisen in einer zugleich identitätssichernden wie politisch folgenreichen Weise zu verarbeiten.