Silvio Berlusconi wird wiederholt vorgehalten, seine Macht zu persönlichen Vorteilen auszunutzen. Der Umstand, dass er als Eigentümer des Medienkonzerns „Mediaset“ den Großteil des Privatfernsehens und durch sein Amt als Ministerpräsident politische Kontrolle über die öffentlichen Rai-Kanäle ausüben kann, ist bekannt. In der vorliegenden Diplomarbeit gehe ich mit Hilfe der Analyse der Kritik italienischer KomikerInnen und Intellektuellen der Frage nach, was die häufigsten Kritikpunkte an der Person Silvio Berlusconi sind. Zur exemplarischen Analyse wurden zwei KomikerInnen ausgewählt, die unter die Zensur des „Medienregimes“ Berlusconis gefallen sind, die Intellektuellen hingegen sind zwei Italiener, die in ihren Forschungsgebieten und darüber hinaus weltweite Geltung erhalten haben: der Semiotiker und Medienwissenschaftler Umberto Eco und der Politikwissenschaftler Giovanni Sartori. Der erste Teil ist eine detaillierte Untersuchung des Werdeganges von Silvio Berlusconi und der Verlauf seiner Karriere, seine wiederholten Strafprozesse und seine mediale Machtposition werden beschrieben. Im zweiten Teil wird die Opposition gegen Silvio Berlusconi erörtert und spezielles Augenmerk auf die Entwicklung des Antiberlusconismus gelegt. Weiters wird den Akteuren dieser kritischen Handlungen nachgegangen. Außerdem wird die Frage erläutert, wie der Widerstand der politischen Institutionen aussieht, wobei es besonders interessant ist, ein Augenmerk auf die Jusitz zu legen. Ebenso werden die Demonstrationswellen der italienischen Bevölkerung untersucht. Der dritte und letzte Teil ist die Analyse mehrerer Texte italienischer KomikerInnen und Intellektueller. Die Textanalyse konzentriert sich auf die Darstellung der Gesichtspunkte, die beständig an der Person Silvio Berlusconi kritisiert werden, in der Annahme, dass sich dahinter die größten Probleme an der Person Silvio Berlusconi als Ministerpräsident befinden. Die Kritik, die an ihm geübt wird, wird auf diese Weise herausgearbeitet und veranschaulicht.