Ute BergerWolfgang MiliusWolfgang Schnick
Abstract Die gemischten Cyanamid‐cyanide M 2 (CN 2 (CN) 2 (M = Ba, Sr) wurden durch Umsetzung von Ba 2 N bzw. SrCO 3 mit HCN bei 630°C synthetisiert. Die Bestimmung der Kristallstruktur von Ba 2 (CN 2 )(CN) 2 erfolgte anhand von Röntgen‐Einkristalluntersuchungen bei Raumtemperatur bzw. −100°C, die Struktur des isotypen Sr 2 (CN 2 )(CN) 2 wurde aus Pulverdaten verfeinert (P6 3 /mmc, Ba 2 (CN 2 )(CN) 2 : a = 1 066,52(5) pm, c = 696,82(3) pm; Sr 2 (CN 2 )(CN) 2 : a = 1 035,91(1) pm, c = 664,23(1) pm; Z = 4). Die Kristallstruktur läßt sich als partiell aufgefüllte Defektvariante des anti‐NiAs‐Typs mit einer verzerrt hexagonal dichten Packung von M 2+ ‐Ionen auffassen. Sämtliche CN 2 2− ‐ und ein Viertel der CN − ‐Ionen besetzen 3/4 der Oktaederlücken, die restlichen CN − ‐Einheiten 3/8 der Tetraederlücken. Im Kristallverband sind die CN − ‐Ionen sowohl end‐on als auch side‐on an die Kationen koordiniert. Die Anionen sind schwingungsspektroskopisch unterscheidbar.
Shiyu ZhangД. А. ЖеребцовFrancis J. DiSalvoRainer Niewa
G. DehnickeKurt DehnickeH. AhsbahsE. Hellner
Christiane MühleAndrey KarpovJürgen NußMartin Jansen
Konstantin DolabdjianArne KobaldCarl P. RomaoHans‐Jürgen Meyer