Roberto KöfersteinChristian Robl
Abstract Monokline Einkristalle von Co[(C 6 H 10 )(NH 3 ) 2 ][C 6 H 2 (COO) 4 ]·2H 2 O ( 1 ) wurden in wässeriger Lösung bei 80 °C erhalten. Raumgruppe C2/c (Nr. 15), a = 1065.92(8), b = 1568.97(9), c = 1140.88(9) pm, β = 90.101(6)°, V = 1.9080(2) nm 3 , Z = 4. Co 2+ besetzt eine zweizählige kristallographische Achse und ist verzerrt tetraedrisch durch vier Sauerstoffatome der Pyromellitatanionen koordiniert (Co‐O 197.87(12) und 200.64(12) pm). Aus der Verbindung von Co 2+ mit C 6 H 2 (COO) 4 4‐ resultiert ein dreidimensionales Koordinationspolymer mit kanalartigen Hohlräumen, die von Wassermolekülen und (C 6 H 10 )(NH 3 ) 2 2+ ‐Kationen belegt sind, welche die negative Überschußladung des Gerüstes kompensieren. Bei der thermogravimetrischen Untersuchung an Luft erwies sich das Anhydrid der Verbindung zwischen 198 und 361 °C als stabil. Die weitere Zersetzung führte zu CoO. Zn[(C 6 H 12 )(NH 3 ) 2 ][C 6 H 2 (COO) 4 ] · 1 / 2 H 2 O ( 2 ) wurde analog zu 1 unter Verwendung von 1, 6‐Diaminohexan hergestellt. Raumgruppe P2 1 /n (Nr. 14), a = 1087.78(8), b = 1515.18(11), c = 1162.21(10) pm, β = 96.249(7)°, V = 1.9042(3) nm 3 , Z = 4. Zn 2+ ist ebenfalls wie Co 2+ tetraedrisch von vier Sauerstoffatomen der Pyromellitatanionen koordiniert (Zn—O 195.0(4) ‐ 197.8(4)). Aus der Verknüpfung von Zn 2+ mit den Pyromellitatanionen resultiert ein dreidimensionales Gerüst, das sehr große Ähnlichkeiten mit der Struktur von 1 aufweist und in seinen Hohlräumen (C 6 H 12 )(NH 3 ) 2 2+ ‐Kationen und Wassermoleküle beherbergt. 2 war in wasserfreier Form zwischen ca. 120 und 340 °C stabil, anschließend erfolgte die Zersetzung zu ZnO, die bei 700 °C abgeschlossen war.
Christian RoblStephanie Hentschel
B. CalmuschiI. KalfM. KirchKatja ThamerUlli Englert
Martin SpohnThomas VogtJoachim Strähle
Hans‐Albert BruneReinhard HemmerJosef UnsinKonrad HollUlf Thewalt