Bernd JungGerd MeyerEberhardt Herdtweck
Abstract Neue Untersuchungen an dem als 5/3‐Hydrat beschriebenen „[Re 3 Cl 9 (H 2 O) 3 ] · 2H 2 O”︁ ergaben, daß es sich hierbei um (NMe 4 ) [Re 3 Cl 10 (H 2 O) 2 ] · 2H 2 O handelt. Tieftemperaturmessungen (173 K) am Einkristall bestätigen weitgehend die früher bestimmte Kristallstruktur (hexagonal. P 6 2c, Nr. 190; a = 937,3(2), c = 1461,2(3) pm; Z = 2; V m = 334,8 cm 3 /mol; R = 0,030; R w = 0,022). Es bestehen jedoch zwei wichtige Unterschiede: In den Kanälen längs [00.1] befinden sich die Kationen NMe 4 + ; sie sind derart fehlgeordnet, daß die Spitzen der Tetraeder in und gegen Richtung [00.1] orientiert sind. IR‐ und Festkörper‐ 13 C‐NMR‐Spektrum sind im Einklang mit der Erwartung für das Kation NMe 4 + . Die in plane, terminal‐(i,t)‐Positionen am Re 3 ‐Ring sind nicht mit drei Wassermolekülen besetzt: Es liegt vielmehr die Baugruppe [Re 3 Cl 10 (H 2 O) 2 ] − vor, mit statistischer Verteilung von zwei Koordinationswasser (d Reo = 224(2)pm) und einem Chlorid‐Ion (d Recl = 248(1) pm) auf den drei i,t‐Positionen.
S. YahyaouiRached Ben HassenB. DonnadieuJean‐Claude DaranAbdelhamid Ben Salah