Das Lernen aus strukturierten Eingabe- und Ausgabebeispielen ist die Grundlage für die automatisierte Verarbeitung natürlich auftretender Problemstellungen und eine Herausforderung für das Maschinelle Lernen. Die Einordnung von Objekten in eine Klassentaxonomie, die Eigennamenerkennung und das Parsen natürlicher Sprache sind mögliche Anwendungen. Klassische Verfahren scheitern an der komplexen Natur der Daten, da sie die multiplen Abhängigkeiten und Strukturen nicht erfassen können. Zudem ist die Erhebung von klassifizierten Beispielen in strukturierten Anwendungsgebieten aufwändig und ressourcenintensiv, während unklassifizierte Beispiele günstig und frei verfügbar sind. Diese Arbeit thematisiert halbüberwachte, diskriminative Vorhersagemodelle für strukturierte Daten. Ausgehend von klassischen halbüberwachten Verfahren werden die zugrundeliegenden analytischen Techniken und Algorithmen auf das Lernen mit strukturierten Variablen übertragen. Die untersuchten Verfahren basieren auf unterschiedlichen Prinzipien und Annahmen, wie zum Beispiel der Konsensmaximierung mehrerer Hypothesen im Lernen aus mehreren Sichten, oder der räumlichen Struktur der Daten im transduktiven Lernen. Desweiteren wird in einer Fallstudie zur Email-Batcherkennung die räumliche Struktur der Daten ausgenutzt und eine Lösung präsentiert, die der sequenziellen Natur der Daten gerecht wird. Aus den theoretischen Überlegungen werden halbüberwachte, strukturierte Vorhersagemodelle und effiziente Optmierungsstrategien abgeleitet. Die empirische Evaluierung umfasst Klassifikationsprobleme, Eigennamenerkennung und das Parsen natürlicher Sprache. Es zeigt sich, dass die halbüberwachten Methoden in vielen Anwendungen zu signifikant kleineren Fehlerraten führen als vollständig überwachte Baselineverfahren.
Kai-Wei ChangS. SundararajanS. Sathiya Keerthi
Xiao ZhangYong JiangHao PengKewei TuDan Goldwasser
Vijay BadrinarayananIgnas BudvytisRoberto Cipolla